A minimal music project by Marie Séférian and Henning Schmiedt

Nous

Alles beginnt mit den Worten: “Ich bin”. Das Ich variiert sich im Wenigen und in vielem, es variiert sich in Klängen, es fächert sich auf, es versucht sich selbst immer neu. Als wolle es zurückkommen auf Ur-Laute, auf Ur-Klänge. Als ginge das Ich von Raum zu Raum und höre immer wieder sein Herz ab und fühle seinen Puls.

„Ich bin“ – singendes Selbstverstehen. Wenn zwei oder mehr Musiker zusammen Songs zum Erklingen Anlass geben, dann ist keiner nur für sich, jeder könnte das aber doch meinen. “Ich bin” – das ist der Anlass. “Je Suis” ist Spielraum, Tauschraum, Innenraum. Als träfe das Ich immer wieder Verabredungen mit sich selbst und mit seinem Gegenüber. Und auf seinem Weg zu sich, auf dem Weg, der das Ich hinüber führt von einem Klangraum in den nächsten, da verflechten sich die Spuren, die Ströme, die Zeilen, die Bänder, die Familienbande, das, was im Flusse, im Gange ist. Sie flechten Musterstücke. Die werden auf die Türenschwellen und Fensterbänke gelegt, damit Türen und Fenster offenbleiben. Ein Umschlagplatz für Herkunft also – das ist das Ich, das singt: “Ich bin”. Eine Flussgangmaschine.

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